Ist jeder Konflikt für eine Mediation geeignet?


DSC_2509Grundsätzlich ist jeder Streit und jeder Konflikt für ein Mediationsverfahren geeignet.

Da die Konfliktparteien selbst unter Anleitung und Führung des Mediators an einer gemeinsamen und für alle Parteien positiv empfundenen Lösung arbeiten, ist der Grund des Konfliktes erst einmal fast ohne Bedeutung.

Auch nicht von Bedeutung ist, ob es sich um einen Konflikt zwischen nur zwei Personen oder einer Vielzahl von Personen, zum Beispiel auch im Rahmen von Abteilungen, Interessenverbänden oder größeren Einheiten wie z.B. Unternehmen handelt.

Ein Konflikt kann jedoch u.U. tatsächlich nicht mehr für die Durchführungen eines Mediationsverfahrens geeignet sein. Das ist dann der Fall, wenn die Parteien sich schon in einer hohen Eskalationsstufe befinden. Ob dies so ist, muss im ersten Vorgespräch mit den Parteien, also noch vor der eigentlichen Beauftragung mit den Parteien geklärt werden.

Es gibt des Weiteren sehr wenige Ausnahmen, in denen eine Mediation nicht ratsam ist. Eine solche liegt vor, wenn eine Entscheidung durch einen Dritten, gleich welchen Inhaltes, die dann für beide Seiten verpflichtend ist, für eine Beilegung und Erledigung des Konfliktes erforderlich ist.

Wissen so z.B. zwei Unternehmen nicht, ob man ein Produkt in der gewünschten Form bewerben darf, löst die Entscheidung des Gerichts diesen Konflikt, da dann beide gerichtlich sicher wissen ob sie beide es zukünftig dürfen oder es beide zukünftig nicht dürfen. In solchen Prozessen kann daher auch das Unterliegen einer Partei tatsächlich einen Sieg darstellen.

 

Es ist in nahezu jedem Fall ratsam die Möglichkeiten und die Durchführbarkeit eines Mediationsverfahrens zwischen den Konfliktparteien durch einen Mediator prüfen zu lassen. Kommen dann die Parteien und der Mediator darin überein, dass die Aussichten positiv sind, kann dann umgehend mit der Konfliktlösung begonnen werden.