Was ist eine Mehrparteienmediation?


DSC_2452Parteien in einem Konflikt können zwei Personen, aber auch gleich mehrere Parteien sein. Es kann sich dabei um Konflikte innerhalb von einzelnen Teams oder zwischen verschiedenen Personengruppen auftreten, gleich ob in Unternehmen, Verbänden oder (auch öffentlichen) Organisationen. Alle klassischen Mechanismen zur Deeskalation müssen so z.B. in Gruppenkonflikten völlig anders angewendet werden und auch die Mediation als solche muss sich in ihren Verfahrensschritten der größeren Anzahl von Personen und der hier häufig ganz anders auftretenden Dynamik anpassen. Je größer die Anzahl der Parteien und je mehr Personen an einem Mediationsverfahren beteiligt sind, desto größer ist der Aufwand und die persönlichen Anforderungen an die Leitung und die Führung im Verfahren. Aufgrund der besonderen gruppen- und konfliktdynamischen Aspekte wird gerade bei diesen besonderen Konflikten häufig die von dem amerikanischen Psychologen und Konfliktforscher Marshall B. Rosenberg in den 60er Jahren begründete Methode der „Gewaltfreien Kommunikation“ angewendet.

Ab einer gewissen Anzahl von Parteien und Personen kann es zudem von großem Vorteil sein, dass mehrere Mediatoren im Team zur Verfügung stehen, denn die persönliche Belastung ist hier wesentlich größer.